12/02 2012 Der Siegeswille bis zur letzten Sekunde wurde belohnt...
VfL Potsdam 28 : 29 ( 16:13 )
Bei strahlendem Sonnenschein und voller Optimismus, fuhr man in dem, bis auf den letzten Platz gefüllten Fanbus, in die Landeshauptstadt nach Potsdam.
Die Bundesligareserve des VfL Potsdam, wollte sich mit einem Heimsieg etwas Luft zu den Abstiegsrennen verschaffen. Trotz des Fehlens von Tony Mudrick und Andre Krüger war das Lübbenauer Team gewillt, ihren dritten Tabellenplatz zu behaupten und ihrerseits die Punkte mit nach Hause zu nehmen.
Das diese Aufgabe noch schwerer werden sollte als erwartet, zeigte sich darin, dass Potsdam (im Gegensatz zu den letzten Spielen) mit einem vollen Kader ins Spiel ging und dabei noch mit Verstärkung aus dem erweiterten Bundesligakader antrat.
Das wiederum sollte uns nicht entmutigen, sondern eher noch anspornen, so die Worte des Trainer Sylvio Schelletter vor Beginn des Spieles.
Von Beginn an ein ausgeglichenes Spiel auf beiden Seiten. Große taktische Spielzüge kamen im Lübbenauer Angriffsspiel nicht zum Tragen, da diese bereits im Ansatz, von der teilweise offensiven Deckung der Potsdamer, unterbunden wurden. Sie versuchten mit aller Intensität die Aktionen unserer Rückraumspieler einzugrenzen. Die Anweisung, das Spiel breit zu halten und über schnelle Ballwechsel die sich ergebenen Deckungslücken zu nutzen, wurde vom Spielgestalter Sebastian Schultz, gut umgesetzt. Er selbst und vor allem Christoph Wilde zeigten in dieser Phase, trotz harter Gegenwehr, erfolgreich ihr Durchsetzungsvermögen. Nach der, durch Verletzung von Chris Wilde, notwendig gewordener Auswechselung konnte Dustin Trenkmann mit einfachen Toren aus dem Rückraum Akzente setzen.
Die Potsdamer versuchten ihrerseits, den „bärenstarken“ Kreisspieler, Jörg Reimann, in Szene zu setzen. Hier hatte unsere Deckung unter Führung von Mattias Lehmann Schwerstarbeit zu leisten. Das Lübbenauer Trainergespann Sylvio Schelletter und Rene Nolde, mussten immer wieder die Deckung darauf hinweisen, sich gegen die Rückraumspieler des VfL nicht zu weit herauslocken zu lassen. Aber das gelang in der ersten Halbzeit nur teilweise und somit fielen einige Tore über die mittlere Kreisposition oder man erhielt Strafwürfe bzw. handelte sich Zeitstrafen ein. Auch Björn Rupprecht, auf der rechten Rückraumposition, war stets gefährlich und nicht nur ein sicherer Vollstrecker vom 7–Meter-Punkt.
Die ständige Führung der Gastgeber wurde von den Lübbenauern stets ausgeglichen. Erst kurz vor Ende der ersten Halbzeit konnte sich Potsdam aufgrund einiger Unaufmerksamkeiten in den Abschlüssen des Angriffsspieles, durch die konsequente Nutzung des sich daraus ergebenen Konterspieles, absetzen.
Die zweite Halbzeit war ein Spiegelbild der ersten. Man schwor sich in der Kabine darauf ein, das Spiel so lange wie möglich offen zu halten, um den psychischen Druck bei Potsdam hoch zu halten. Denn, sollte einmal ein größerer Abstand entstehen, spielen die technisch gut ausgebildeten Spieler des VfL lockerer und befreiter auf. Weiterhin sollte das –mutlose- eigene Konterverhalten, in der zweiten Halbzeit, mit einer Portion sicheren Risiko`s, besser umgesetzt werden.
Schnell war der Anschluss zum 18:17 geschafft. Jetzt begann die Zeit der gehäuften Zeitstrafen für beide Mannschaften. Der am Kreis wahre Schwerstarbeit leistende Matthias Drannaschk konnte aufgrund einer Verletzung nicht weiter spielen. Die Emotionen bei den Mannschaften und Fan`s beider Seiten schaukelte sich hoch, konnte man doch einige Entscheidungen des Schiedsrichtergespannes nicht nachvollziehen.
Potsdam setze sich wieder auf drei Tore bis zum 24:21 ab.
Lübbenau kämpfte aber beherzt weiter. Vor allem in der Deckung gelangen uns einige Balleroberungen und Torhüter Lars Kasper konnte sich jetzt in einigen Aktionen, ebenso wie Sebastian Köhler, Christopher Perschk und Stefan Richter -als sichere Vollstrecker der Konter- auszeichnen. Schnell gelang der Ausgleich zum 24:24.
Stets legte Potsdam ein Tor vor und Lübbenau glich aus. In der 59. Minute gelang durch Rene Sewald die erstmalige Führung in diesem Spiel. Die letzten 45 Sekunde in der Deckung wurde beherzt gekämpft und wir kamen sogar noch einmal in Ballbesitz.
Dieses Mal -sicher und abgeklärt- wurde der Vorsprung die letzten 10 Sekunden verwaltet. Anschließend lagen sich Spieler und Fans, nach einem spannenden und kampfbetonten Spiel, glücklich in den Armen.
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Ihr / Euer S.Schelletter |


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