Das Lausitz Derby – ein dramatischer Kampf um die Tabellenspitze...

TSG Lübbenau – LHC Cottbus

32 : 32  ( 15 : 16 )
 
 

In der ausverkauften Lübbenauer Sportarena sahen 500 Zuschauer ein an Spannung nicht zu übertreffendes Spitzenduell der bisher ungeschlagenen Regionalrivalen in der Oberliga Ostsee – Spree. Auch nach diesem heiß umkämpften Lausitz Derby bleibt der Aufsteiger  Tabellenführer. Denn auch der Ligafavorit aus Cottbus musste sich mit einer Punkteteilung begnügen. Beide Mannschaften begannen mit temposcharfem, konzentriertem Spielaufbau. Während ein defensiver Deckungsblock der Gastgeber das bewegliche Angriffsspiel des LHC kontrollieren sollte, entschieden sich die Gäste für eine offensive Deckungsarbeit gegen Lübbenaus Rückraumschützen. Den Eröffnungstreffer der Gäste egalisierte Christoph Wilde zum 1 : 1. Es entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe in dem jeder Fehler bestraft wurde und die Deckungsreihen nicht zimperlich zur Sache gingen. Eine Spielphase in der die TSG Männer Nerven zeigten und beste Torchancen liegen ließen. Sebastian Schultz übernahm Verantwortung, führte das Angriffsspiel des Gastgebers und setzte zusammen mit Christopf  Wilde und Dustin Trenkmann die Ausgleichstreffer  zum 10 : 10. Torwart Lars Kasper parierte selbst freie Würfe und gab dem Angriff Impulse. Dustin Trenkmann, Matthias Drannaschk und Rene Sewald setzten die Treffer zum 14 : 11 und  die Hausherren hatten sich leicht absetzt. Doch die Deckung schwächelte und ermöglichte den technisch vielseitigen Gästen Lücken für den Torwurf und die Ausgleichstreffer zum 15 : 15. Mit einem direkt verwandelten Freiwurf in der 29. Minute ließen die Gäste den Lübbenauer Deckungsblock schlecht aussehen und erzielten mit dem Pausenpfiff den Führungstreffer zum 15 : 16.

Auch im zweiten Durchgang ein ausgeglichener Kampf um jedes Tor. Beide Mannschaften mit starken Deckungsreihen und konsequentem körperlichem Einsatz. Die Strafzeiten häuften sich. Nach der roten Karte gegen Matthias Drannaschk musste sich das Lübbenauer Angriffspiel neu orientieren. Die Führungstreffer des Favoriten konnten durch Sebastian Köhler, Rene Sewald und Sebastian Schultz selbst im Unterzahlspiel ausgeglichen werden. Das Derby ging in eine von beiden Mannschaften mit Leidenschaft und hohem Siegeswillen geführte hektische Spielphase. Keine leichte Aufgabe für die Berliner Schiedsrichter, die oft  zwischen provozierten Fouls und regelwidrigem Deckungsverhalten entscheiden mussten. Eine  24 : 22 Führung der Hausherren konnte durch die Gäste ausgeglichen und in der 50. Minute zur 25 : 28  Führung ausgebaut werden. Die Spreewälder zeigten Nerven. Wiederholt blieben Torchancen ungenutzt. In der 55. Spielminute hatte der Favorit im Überzahlspiel und 2 verwandelten 7 m  den Spielstand auf 28 : 32 erhöht. In einem dramatischen Endspurt wehrten sich die Gastgeber gegen die drohende Niederlage. Christoph Wilde und Sebastian Schultz nutzten Strafzeiten der Gäste und erzielten die Anschlusstreffer zum 31 : 32. Und ein überragender Sebastian Schultz krönte seine Leistung und setzte in der 59. Minute den Lucky Punch zum 32 : 32, in einem Derby dass alle Erwartungen übertraf. Stehende Ovationen   der Zuschauer für eine Topleistung der Mannschaft, die mit dieser Punkteteilung weiter Tabellenführer bleibt.

 


E.Schelletter                                     Öffnet einen internen Link im aktuellen Fenster zurück zu "Aktuelles"...